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VERLAUF (M)EINES GICHTANFALLS

1. Gichtanfall

Es verlief ganz klassisch: Heiligabend gab es eine Weihnachtsgans mit Speckbohnen, Rotkohl, Rosenkohl, Kroketten und Sauce – natürlich keine kleine Portion.

Und selbstverständlich gab es zum Essen und den Abend über auch ein paar Gläser Rotwein - es war ja Weihnachten.

Im Morgengrauen der folgenden Nacht wachte ich auf, hatte ungaubliche Schmerzen im rechten Fuß und wusste gar nicht, was passiert war. Im ersten Moment fühlte es sich so an, als hätte ich mir gerade eben den Zeh gebrochen. Ein stechender Schmerz im Zehgelenkansatz. Dieser Bereich war derart empfindlich, dass selbst der Bezug der Bettdecke, der auf die Stelle absank, schon heftigste Schmerzen auslöste. Aber ich war nirgendwo angestoßen, schließlich hatte ich eben noch geschlafen.

Was war das nur? Der Schmerz ließ einfach nicht nach. Selbst kühlende Gelpacks, die ich noch in der Gefriertruhe hatte, brachten keine Linderung - schließlich war es schon eine echte Qual, sie überhaupt an die schmerzende Stelle anzuhalten. Ich entschloss mich, den Fuß hochzulegen, keinen Socken zu tragen und ihn so einfach „auskühlen“ zu lassen – was auch ein wenig zur Linderung beitrug.

Im Laufe des Tages wanderte der Schmerz innerhalb des Fußes und nun fühlte es sich so an, als ob der Fußspann stark geprellt wäre. Außerdem schwoll der Fuß an, verfärbte sich ins rötliche und wurde deutlich wärmer. Später las ich nach, dass in dieser Phase bei anderen Betroffenen auch Fieber eingesetzt hatte - welches allerdings bei mir dankenswerter Weise ausblieb.

Jetzt mussten Schmerztabletten helfen. Aber auch hier half lediglich eine ziemlich starke Dosierung - und dies für einen kürzeren Zeitraum als erhofft.

Der Gang zum Arzt war gleich nach den Feiertagen unumgänglich, ebenso wie seine schnelle Diagnose: Gichtanfall!